Podcast und Interview mit Martina Staud

In dieser Folge sprechen wir Martina Staud aus dem bayerischen Pfaffenhofen. Die Leitung Marketing & Kommunikation der Autohaus Stiglmayr Gruppe erzĂ€hlt ĂŒber ihren Weg zum Social-Media-Erfolg. Sie hören, wie Martina zum Gesicht der Marke Stiglmayr wurde, warum sie sich im Team fĂŒr LinkedIn als weiteren Marketing-Kanal entschieden haben und welche Leidenschaften Marketer ein erfolgreiches Marketing auf Social Media mitbringen sollten.
Im lockeren Talk gibt Martina sehr persönliche Einblicke in ihre Social-Media-Strategie. Dabei spricht sie auch darĂŒber, welcher Erfolgsmoment bei ihr heute noch GĂ€nsehaut auslöst â und was eine Community aushalten muss.
WorĂŒber wir in dieser Podcast-Episode sprechen
- Wie bist du das Gesicht des Autohaus Stiglmayr auf Social Media geworden?
- Auf welchen Plattformen bist du aktiv und warum gerade auf diesen?
- Wie konntest und kannst du deine âChefsâ davon ĂŒberzeugen, in Social Media zu investieren?
- Wie findest du Themen fĂŒr die Postings?
- Wie sieht so ein typischer Arbeitstag bei dir heute aus?
- Welche Erfolge hast du bisher auf Social Media erzielt?
- Wie gehst du mit kritischen Kommentaren um?
- Wie reagierst du, wenn du weniger RĂŒckmeldungen erhĂ€ltst, als erwartet?
- Was war dein persönlich bewegendster Moment auf deiner Social Media Reise?
- Welche 3 praktischen Tipps kannst du anderen geben, die gerade dabei sind, ihre Social Media PrÀsenz aufzubauen?
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Experteninterview mit Martina Staud zum Thema: Erfolgsstory – Social Media Marketing
Martina Staud, Leiterin Marketing und Kommunikation bei der Autohaus Stiglmayer Gruppe, hat in kĂŒrzester Zeit eine beeindruckende Social-Media-PrĂ€senz aufgebaut. Im GesprĂ€ch mit eMBIS verrĂ€t sie, wie sie sich vom Offline-Marketing zur digitalen Markenbotschafterin entwickelt hat â ganz ohne Agentur, aber mit viel Herzblut. Ihr Erfolgsrezept: Mut, Leidenschaft und eine klare Haltung zur Kommunikation.
eMBIS: Wie kam es zu Deinem Engagement auf LinkedIn?
Martina: Die Idee entstand in einem Team-Meeting: LinkedIn als zusĂ€tzlicher Kanal? Meine Kolleginnen und Kollegen waren zunĂ€chst zurĂŒckhaltend. Ich wollte ihnen eigentlich nur zeigen, dass das funktionieren kann und hab` die Challenge angenommen. Binnen kurzer Zeit konnte ich beweisen, dass sich dort eine echte Community aufbauen lĂ€sst. Gerade im B2B-Umfeld ist das keine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Mittlerweile macht es mir super viel SpaĂ.
eMBIS: Auf welchen Social-Media-Plattformen seid Ihr aktuell aktiv?
Martina: Instagram ist heute unser Hauptkanal, dort posten wir regelmĂ€Ăig und zeigen Einblicke hinter die Kulissen. Facebook wird trotz rĂŒcklĂ€ufiger Relevanz weitergefĂŒhrt. Hinzu kommen LinkedIn, wo ich als Gesicht der Marke auftrete, sowie ein YouTube-Kanal. TikTok ist gerade in der Testphase.
eMBIS: Wie konntest Du die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Social Media ĂŒberzeugen?
Martina: Ich habe das groĂe GlĂŒck, dass mein Chef sehr offen ist und mir viel Vertrauen schenkt. Es gab nie starre Vorgaben oder Abstimmungspflichten. Ich darf gestalten und ausprobieren. Das war von Anfang an eine enorme Erleichterung, weil ich so mutig neue Formate und Themen testen konnte, ohne jedes Mal auf ein OK warten zu mĂŒssen. Dieses Vertrauen hat dazu gefĂŒhrt, dass ich nicht nur schneller agieren, sondern auch kreativer denken konnte. NatĂŒrlich spreche ich gröĂere MaĂnahmen vorher ab â aber im Alltag habe ich groĂe Freiheiten. Und wenn etwas funktioniert â sei es Reichweite, Engagement oder Resonanz auf Events â dann spricht der Erfolg fĂŒr sich.
eMBIS: Welche Inhalte funktionieren fĂŒr Euch besonders gut?
Martina: Alles, was authentisch ist: Alltagssituationen, Teamgeschichten, spontane EindrĂŒcke. Die besten Inhalte entstehen oft dort, wo keiner gezielt nach ihnen sucht â bei GesprĂ€chen im Pausenraum, bei einem besonderen Moment mit Kundschaft oder wenn spontan ein tolles Foto im Werkstattalltag entsteht. Neben einem Redaktionsplan schöpfe ich viele Ideen aus dem tĂ€glichen Erleben. Ich halte vieles in einem digitalen Notizbuch fest, manchmal reicht schon ein Stichwort, das ich spĂ€ter ausarbeite. Entscheidend ist, mit offenen Augen durchs Unternehmen zu gehen â und sich nicht von der Idee lĂ€hmen zu lassen, dass nur groĂe Geschichten erzĂ€hlenswert sind. Es sind oft die kleinen Dinge, die am meisten Resonanz erzeugen.
eMBIS: Wie oft postest Du auf den einzelnen KanÀlen?
Martina: Auf Instagram zwei- bis dreimal pro Woche plus Storys, oft mit Blick hinter die Kulissen. Auf LinkedIn poste ich gezielter â etwa einmal pro Woche, mit einem klaren Mehrwert fĂŒr mein Netzwerk. YouTube bespielen wir je nach Aufwand etwa alle drei bis vier Wochen. Jede Plattform hat ihre eigene Dynamik.
eMBIS: Wie hat sich Dein Arbeitsalltag durch Social Media verÀndert?
Martina: FrĂŒher lag mein Fokus stark auf Print-Anzeigen. Heute beginnt mein Tag mit Plattform-Checks, Trendanalysen und dem Dialog mit der Community. Der digitale Anteil hat enorm zugenommen. LinkedIn ist dabei nur ein Teil â der gesamte Mindset hat sich verschoben.
eMBIS: Was bedeutet fĂŒr Dich Erfolg auf Social Media?
Martina: Wenn junge Bewerbende sagen: âIch kenne Euch von Instagram â cooler Auftritt!â Oder wenn aus einem LinkedIn-Post ein Vortrag oder eine Kooperation entsteht. Daraus ist ein starkes Netzwerk gewachsen. Diese Sichtbarkeit hĂ€tte ich frĂŒher nie erwartet.
eMBIS: Wie gehst Du mit kritischen Kommentaren um?
Martina: Offen und ehrlich. Gerade bei Themen wie E-MobilitĂ€t kommen kontroverse Reaktionen. FĂŒr mich ist das eine Chance, in den Dialog zu gehen. Feedback â auch negatives â nehme ich ernst. Es gehört dazu und ist ein wichtiger Teil der Kommunikation.
eMBIS: Was tust Du, wenn ein Beitrag mal nicht gut ankommt?
Martina: Ich analysiere, hinterfrage den Inhalt und das Format â und ziehe meine SchlĂŒsse. Dabei schaue ich mir zum Beispiel an, zu welcher Uhrzeit ich gepostet habe, ob der Einstieg im Text stark genug war oder ob das Bild zur Botschaft gepasst hat. NatĂŒrlich wĂŒnsche ich mir Reaktionen, weil sie eine direkte RĂŒckmeldung zur Relevanz und QualitĂ€t des Contents geben. Aber ich mache mich davon nicht abhĂ€ngig. Manchmal braucht ein Post einfach etwas mehr Zeit oder trifft nicht sofort den Nerv der Zielgruppe â das ist kein Drama, sondern Teil des Prozesses. Wir sind alle ein bisschen Adrenalinjunkies im Marketing, das gehört dazu. Aber Gelassenheit ist genauso wichtig â gerade, wenn man kontinuierlich Inhalte liefert und dabei nicht den SpaĂ verlieren möchte.
eMBIS: Nach der Sommerpause war es ruhig auf Deinem Profil â warum?
Martina: Ich war krank. Vier Wochen Pause â ganz bewusst. Es bringt ja nichts, wenn ich nicht fit bin und dann KI-generierte Inhalte raus in die Welt schicke. Das hĂ€lt die Community auch aus, wenn man mal eine Weile nicht da ist.
eMBIS: Was war Dein bisher emotionalster Moment in Deiner Social-Media-Reise?
Martina: Die erste Podcast-Anfrage war ein Highlight. Oder mein erster Auftritt auf einer groĂen BĂŒhne zum Thema Nachhaltigkeit. Ich war berĂŒhrt, dass meine Inhalte so viel Resonanz erzeugen. Und ich musste lernen, Sichtbarkeit anzunehmen.
eMBIS: Welche drei Tipps gibst Du anderen, die auf LinkedIn starten wollen?
Martina: Einfach machen. Authentisch bleiben. Und bitte keine KI-Texte durchschleusen â lieber eigene Geschichten erzĂ€hlen. KI kann unterstĂŒtzen, aber Persönlichkeit kann sie nicht ersetzen. Mir ist es immer wichtig, auch eine Botschaft zu transportieren. Also: einfach loslegen. Was soll schon passieren?
Fakten zu Einer erfolgreichen Social-Media-Strategie
Eine erfolgreiche Social-Media-Strategie ist entscheidend, um in der heutigen digitalen Welt sichtbar zu sein und mit der Zielgruppe effektiv zu kommunizieren. Sie umfasst die Planung und Umsetzung von MaĂnahmen auf verschiedenen Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn, um spezifische Marketingziele zu erreichen.
Zielgruppenanalyse
Verstehen, wer die potenziellen Kunden sind und auf welchen Plattformen sie aktiv sind.
Zielsetzung
Klare und messbare Ziele definieren, wie z.B. Steigerung der Markenbekanntheit oder Erhöhung der Kundenbindung.â
Content-Planung
Erstellung und Planung von Inhalten, die auf die Interessen der Zielgruppe abgestimmt sind und Mehrwert bieten.
Interaktion und Community Management
Aktive Kommunikation mit der Community, Beantwortung von Fragen und Moderation von Diskussionen, um eine engagierte und loyale AnhÀngerschaft aufzubauen.
Monitoring und Analyse
RegelmĂ€Ăige ĂberprĂŒfung der Performance der BeitrĂ€ge und Anpassung der Strategie basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen.
Seminare