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Multiformat-Video-Hack: Aus einem Dreh mehrere Formate schneiden

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    Profilbild unseres Trainers Matthias Duschner
  • Diana Huth, Matthias Duschner
    Lesezeit: 
    6–10 Minuten
  • Ein Dreh, mehrere Formate
  • Gute Planung spart Zeit und Kosten
  • 4K schafft Flexibilität
Passendes Seminar
Mann filmt ein Video von sich selbst im Querformat mit dem Smartphone.

Aktualisierungsdatum:

Aus einem Video mehrere Formate: 4K-Hack, Schnittstrategie und Social Clips

Ein Video einmal gut drehen und danach mehrfach nutzen: Genau darum geht es beim Ansatz aus einem Video mehrere Formate. Statt fĂźr jeden Kanal neu zu produzieren, bauen Sie sich mit einem sauberen Workflow einen Content-Baukasten, aus dem Sie Querformat, Hochformat, Square-Clips, Teaser und Zitat-Snippets ableiten kĂśnnen.

Gerade 2026 ist das kein nettes Extra mehr, sondern ein sinnvoller Standard. Wistia zeigt in seinem aktuellen State of Video Report, dass Teams ihre Videos zunehmend ßber mehrere Kanäle und Formate ausspielen und dafßr systematisch anpassen. Gleichzeitig gewinnen vertikale Videos weiter an Bedeutung, weil Social-Plattformen und mobile Nutzung diese Formate stark begßnstigen.

Dieser Artikel gehört zu unserer Serie „Videoproduktion mit dem Smartphone“, in der wir die wichtigsten Eckpunkte rund um die professionelle Videoerstellung mit dem Smartphone beleuchten.

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Warum Multiformat-Video heute Pflicht ist

Marketingteams stehen heute unter Druck, mehr Content in kßrzerer Zeit zu liefern. Ein einzelnes Video reicht oft nicht mehr aus, weil Website, YouTube, LinkedIn, Reels, Shorts und Präsentationen unterschiedliche Anforderungen haben. Genau deshalb ist Multiformat so wertvoll: Sie produzieren einen Kerninhalt und schneiden daraus mehrere Assets.

Der wichtigste Vorteil ist wirtschaftlich: Der größte Aufwand liegt meist nicht im Schnitt, sondern im gesamten Setup: Planung, Abstimmung, Drehorganisation und Freigaben. Wenn Sie aus einem Dreh mehrere Formate gewinnen, sinken die Kosten pro Asset deutlich und Ihre Produktion wird effizienter. Außerdem reduzieren Sie interne Reibung, weil Sie nicht jedes Mal einen neuen Drehtag organisieren müssen.

Ein weiterer Punkt ist die Content-Konsistenz. Wenn Sie mehrere Formate aus demselben Dreh ableiten, bleiben Botschaft, Tonalität und visuelle Linie einheitlich. Das hilft besonders bei Kampagnen, Produktlaunches und Employer-Branding-Inhalten, weil die Zielgruppe dieselbe Story in verschiedenen Kontexten wiedererkennt.

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Warum video querformat in hochformat so wichtig ist

Hochformat ist auf Smartphones oft die natßrlichere Nutzungssituation, während Querformat fßr Website, YouTube oder Präsentationen weiter relevant bleibt.

  • Die clevere LĂśsung ist also nicht „entweder oder“
  • Sondern: ein Dreh, mehrere Schnitte

Horizontal gedrehtes Material lässt sich oft gut auf 9:16 anpassen, wenn das Motiv im Zentrum bleibt und genug Bildreserve vorhanden ist. Das bedeutet in der Praxis: Sie kÜnnen aus einem Querformat-Master später Hochformat-Assets machen, ohne alles neu aufzunehmen.

Das spart nicht nur Zeit, sondern macht Ihre Inhalte auch flexibler fĂźr den Medienmix. Ein und dasselbe Video kann auf der Website als ausfĂźhrliche Version laufen, auf LinkedIn als kompakter Clip und auf Reels oder Shorts als vertikaler Teaser funktionieren. So wird aus einem Inhalt eine kleine Content-Familie.

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Der 4K-Vorteil im Dreh

Wenn Sie in 4K drehen, haben Sie in der Postproduktion mehr Bildreserve. Sie kÜnnen einen engeren Ausschnitt wählen, ohne sofort in Qualitätsprobleme zu laufen, und dadurch problemlos verschiedene Seitenverhältnisse erstellen.

Fßr das Multiformat-Denken ist das ein echter Hebel. Ein 16:9-Video kann in 9:16 umgebaut werden, wenn die Bildkomposition es zulässt. Zusätzlich sind kleine Punch-Ins mÜglich, also leichte Zooms auf Sprecher oder relevante Details. Das bringt visuelle Dynamik und hilft, Jump Cuts eleganter zu kaschieren.

Auch moderne Tools unterstßtzen diesen Workflow zunehmend. Canva bewirbt beispielsweise KI-gestßtzte Video-Upscaling-Optionen bis 4K, wobei die konkrete Eignung vom Workflow und Dateiformat abhängt.

Kleiner Profi-Tipp am Rande:
4K ist super, aber nicht immer die beste Wahl für jedes einzelne Video. Der Nachteil sind größere Dateien, mehr Speicherbedarf und oft mehr Aufwand im Schnitt. Deshalb ist ein hybrider Ansatz für viele Teams am sinnvollsten.
Fßr zentrale Formate wie Interviews, Produktdemos, Statements, Webinare oder Kampagnenvideos lohnt sich 4K besonders. Fßr schnelle Stories, spontane Updates oder sehr häufige Social Posts reicht 1080p oft aus. So bleiben Sie flexibel, ohne Ihren Workflow unnÜtig zu verlangsamen.

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So planen Sie den Dreh richtig

Multiformat beginnt nicht im Schnitt, sondern schon beim Filmen. Wer zu eng кадriert, nimmt sich später die MÜglichkeit, sauber zu croppen. Deshalb sollten Sie beim Dreh immer schon mitdenken, welche Endformate aus dem Material entstehen sollen.

Eine gute Grundregel lautet:
Platzieren Sie das Hauptmotiv eher zentral und lassen Sie links, rechts und oberhalb etwas Luft. So haben Sie Spielraum fßr Hochformat-Crops, Untertitel und eingeblendete Elemente. Besonders wichtig ist das, wenn Sie später Social Clips erstellen mÜchten, denn dort liegen häufig UI-Elemente, Captions oder Call-to-Action-Overlays im Bild.

Praktische Grundregeln fĂźr Ihr Team:

  • Augen ungefähr im oberen Drittel platzieren
  • Hintergrund bewusst ruhig halten
  • Bei zwei Personen im Bild genug Abstand und Bildreserve einplanen
  • Mikrofon, Hände und wichtige Requisiten nicht zu nah an den Rand setzen
  • Untertitel und Texteinblendungen frĂźh mitdenken

Interview- und Event-Setups clever nutzen

Besonders gut funktioniert Multiformat bei Interviews, Statements und Webinaren. Hier haben Sie meist sprechende Personen, einen klaren Inhalt und mehrere in sich geschlossene Aussagen. Daraus lassen sich gut verschiedene Clips schneiden.

Wenn Sie zwei Personen interviewen, sollten Sie das Setup so wählen, dass beide im Querformat ausreichend Luft haben. Später kÜnnen Sie daraus einzelne Fokus-Crops erstellen und zwischen den Sprechern wechseln. Im Hochformat wird das schnell eng, wenn beide nebeneinander in einem einzigen Bild bleiben sollen.

FĂźr Events gilt dasselbe Prinzip. Statt nur ein langes Event-Video zu erzeugen, kĂśnnen Sie daraus ein Replay, kurze Statement-Clips, Highlight-Snippets und Social-Trailer machen. So verwandelt sich ein Dreh in ein System von wiederverwendbaren Assets.

Welche Assets aus einem Dreh entstehen kĂśnnen

Damit Multiformat im Alltag funktioniert, braucht Ihr Team eine klare Asset-Logik. Sie sollten vorab festlegen, welche Ausgaben standardmäßig aus einem Dreh entstehen. So wird aus einer Einzelfall-Lösung ein wiederholbarer Prozess.

Typische Assets sind:

  • Master-Video in 16:9 fĂźr Website oder YouTube
  • Vertical-Version in 9:16 fĂźr Reels, Shorts oder Stories
  • Square-Version in 1:1 oder 4:5 fĂźr Feeds
  • 3 bis 5 Highlight-Clips mit 10 bis 45 Sekunden Länge
  • Ein Zitat-Snippet mit Text-on-screen
  • Optional ein Carousel oder eine Slideshow mit Kernaussagen

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Besonders deutlich zeigt sich, dass Short-Form-Videos und vertikale Inhalte weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig werden KI-gestützte Bearbeitung, automatisches Zuschneiden, Untertitelung und effiziente Workflows immer wichtiger. Für Unternehmen heißt das: Video wird nicht mehr nur produziert, sondern gezielt für verschiedene Kanäle und Nutzungsarten aufbereitet.

Ein weiterer klarer Trend ist der Fokus auf kurze Videos mit echtem Mehrwert. Reine Aufmerksamkeit reicht heute nicht mehr aus. Inhalte mßssen schnell verständlich, visuell klar und in wenigen Sekunden relevant sein. Genau hier spielt Multiformat seine Stärke aus, weil ein gutes Langvideo die Basis fßr viele kleinere, leistungsfähige Clips liefert.

So sieht Multiformat in der Praxis aus

Theorie ist wichtig, aber den echten Nutzen sieht man erst im Alltag. An diesen drei Beispielen wird schnell deutlich, wie aus einem einzigen Dreh mehrere hochwertige Inhalte fßr unterschiedliche Kanäle entstehen.

Experten-Interview

Ein 15-minĂźtiges Interview kann zu einem Master-Video, fĂźnf bis acht Kurzclips, einem vertikalen Teaser und einer Quote-Card werden. Damit bespielen Sie Website, LinkedIn und Social Feeds mit demselben Dreh.

Webinar

Ein 60-minĂźtiges Webinar liefert nicht nur das Replay, sondern auch eine lange Liste an verwertbaren Momenten. Daraus entstehen Best-of-Clips, Mini-Learnings, ein Recap-Video und eventuell ein Carousel fĂźr LinkedIn oder eine Slide-Zusammenfassung.

Produktdemo

Eine Produktdemo eignet sich hervorragend, um Funktionen in einzelne Problem-LĂśsung-Snippets aufzuteilen. So kĂśnnen Sie aus einem Dreh etwa eine Kurzversion, eine FAQ-Einheit und einen vertikalen 30-Sekunden-Clip schneiden.

Worauf Sie beim Schnitt achten sollten

Der Schnitt entscheidet, ob Multiformat nach viel Arbeit oder nach echtem System aussieht. Deshalb sollte der Master so gebaut sein, dass daraus ohne große Verrenkungen mehrere Varianten entstehen können. Sogenannte „safe zones“ für Text, Sprecher und Grafiken sind dafür wichtig.

Achten Sie auch darauf, dass Untertitel nicht zu tief im Bild sitzen. Im Hochformat werden sie sonst schnell von UI-Elementen oder Plattform-Overlays ßberdeckt. Zusätzlich sollten Bildwechsel nicht zu hektisch sein, damit sich das Material gut in verschiedene Längen und Seitenverhältnisse ßbertragen lässt.

Ein guter Schnitt denkt also nicht nur an einen finalen Film, sondern an mehrere Produktstufen. Genau das ist der Kern des Multiformat-Ansatzes.

Welche Rolle Social Media spielt

Social Media ist der stärkste Treiber fßr vertikale Inhalte. Wistia beschreibt, dass Vertical Video und Resizing längst zum Standard im Alltag vieler Teams gehÜren. Dazu kommt: Kurzvideos bleiben auf vielen Plattformen ein zentrales Format, weil sie schnell konsumierbar sind und auf mobilen Geräten besonders gut funktionieren.

Das heißt aber nicht, dass Long-Form-Video an Wert verliert. Im Gegenteil: Lange Inhalte wie Webinare, Erklärvideos oder Interviews sind oft die Quelle für viele kleinere Social Clips. Das ist strategisch klug, weil Sie aus einem Tiefenformat mehrere Reichweitenformate gewinnen.

Genau deshalb ist der Satz „Ein Video reicht nicht“ heute so treffend. Besser wäre: Ein Video ist der Anfang einer gesamten Content-Kette.

Fazit

Wenn Sie Videos strategisch planen, sparen Sie mit Multiformat Zeit, Geld und Abstimmungsaufwand. Der entscheidende Hebel ist nicht nur der Schnitt, sondern eine saubere Aufnahmeplanung, die spätere Crops, Vertical-Varianten und Kurzclips von Anfang an mitdenkt.

Der Ansatz video querformat in hochformat ist dabei besonders wichtig, weil Sie vorhandenes Material effizient auf mobile Nutzung und Social-Plattformen Ăźbertragen kĂśnnen. In Kombination mit 4K, einer klaren Asset-Logik und einem wiederholbaren Workflow entsteht daraus ein belastbares System fĂźr modernes Videomarketing.

Hinter diesem Artikel steckt

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Diana Huth

Diana Huth produziert seit Jahren Videos, die bewegen. Als Trainerin teilt sie ihre Leidenschaft fĂźr datengetriebenen Video-Content und digitale Strategien.

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Matthias Duschner

Matthias Duschner begeistert mit visueller Kreativität. Als Fotograf, Video- und KI-Experte zeigt er, wie man Zielgruppen mit innovativen Strategien und einzigartiger Bildsprache erreicht.

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