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TREFF.PUNKT. Marketing · 16.03.2026 · mit Udo Trautmann

Ist Matomo das richtige Tool für unsere Marketingziele?

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Podcast-Cover: TREFF.PUNKT Marketing Folge 43 - Bild mit den Moderatoren Sabine und Markus

Erscheinungsdatum: 

Folge: 43

Thema: Ist Matomo das richtige Tool für unsere Marketingziele?

Hosts: Markus Bockhorni, Sabine Saldana Bravo

Im Gespräch mit: Udo Trautmann arbeitet seit vielen Jahren mit Webanalyse-Tools, sein Schwerpunkt ist Matomo. Bei der eMBIS-Akademie gibt er Seminare und zeigt verständlich, wie Tracking funktioniert.

Podcast und Interview mit Udo Trautmann

Profilbild unseres Trainers Udo Trautmann
Zu Gast in dieser Folge: Udo Trautmann

Gemeinsam mit dem Webanalyse-Experten und eMBIS-Trainer Udo Trautmann wird beleuchtet, was Matomo im Marketing tatsächlich leisten kann und wo klare Grenzen liegen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, für welche Unternehmen Matomo besonders geeignet ist und in welchen Fällen andere Lösungen sinnvoller sein können. Auch typische Fehler in der Einführungsphase werden thematisiert, die dazu führen können, dass erhobene Daten später kaum noch aussagekräftig sind.

Besonders praxisnah wird es, wenn Udo Trautmann anhand konkreter Beispiele zeigt, wie sich Kampagnen und Landingpages mit Hilfe von Matomo optimieren lassen. In einem Fall konnte die Conversion-Rate eines Kunden innerhalb weniger Wochen deutlich gesteigert werden – nicht durch Bauchgefühl, sondern durch sauberes Tracking und konsequente Auswertung der Daten.

Zum Abschluss gibt der Experte noch einen klaren Tipp: Vergleichen lohnt sich. Wer wissen möchte, was genau damit gemeint ist und wie sich fundiert entscheiden lässt, ob Matomo zur eigenen Marketingstrategie passt, findet in dieser Folge wertvolle Einblicke. Eine Episode für alle, die Webanalyse nicht nur datenschutzkonform, sondern auch strategisch sinnvoll einsetzen möchten.

Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen

  • Welche Marketingziele lassen sich mit Matomo verfolgen?
  • Wo liegen die Grenzen von Matomo im Marketing-Alltag?
  • Wie unterscheidet sich Matomo von Google Analytics?
  • Welche Kennzahlen helfen bei fundierten Marketing-Entscheidungen?
  • Wie gelingt die Integration von Matomo in CMS, CRM und Kampagnen-Tools?
  • Für wen ist Matomo das richtige Webanalyse-Tool?
  • Welche Fehler passieren häufig bei der Einführung von Matomo?
  • Wie gelingt der Einstieg in Matomo ohne tiefes Webanalyse-Wissen?
  • Wann lohnt sich Matomo On-Premise und wann die Cloud-Version?
  • Welche Praxis-Beispiele zeigen den Nutzen von Matomo besonders gut?
  • Welche drei To-Dos helfen beim strategischen Start mit Matomo?

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Viele Unternehmen sammeln Daten von ihrer Website. Für Marketing-Teams sind diese Informationen sehr wichtig, denn sie helfen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen. Ein Matomo Analytics Seminar zeigt Ihnen, wie Sie das Tool richtig einsetzen. In einer Web Analytics Schulung lernen Sie die Grundlagen der Web-Analyse. Sie sehen, welche Kennzahlen wichtig sind und wie Daten Ihre Marketing-Arbeit unterstützen. Ein Google Analytics Seminar hilft Ihnen, Berichte zu erstellen und Marketing-Erfolge zu messen. Im User Experience und Conversion Optimierung Workshop lernen Sie außerdem, wie Besucher eine Website erleben. Mit diesem Wissen verbessern Sie Schritt für Schritt die Nutzer-Erfahrung und die Conversion auf Ihrer Website.

Experteninterview mit Udo Trautmann: Matomo Webanalyse für Marketing

Matomo wird oft auf Datenschutz reduziert. Doch das greift zu kurz. Udo Trautmann ist Webanalyse-Experte, Matomo-Spezialist und Trainer bei der eMBIS Akademie. Im Gespräch mit uns erklärt er, welche Marketingziele sich mit Matomo wirklich verfolgen lassen, wo klare Grenzen liegen, welche Fehler Unternehmen häufig machen – und wie datenbasierte Optimierung in der Praxis messbare Wirkung entfaltet.

eMBIS: Welche Marketingziele lassen sich mit Matomo konkret verfolgen?

Udo: Matomo ist grundsätzlich eine Software, mit der die Performance von Websites gemessen wird. Das gilt nicht nur für klassische Websites, sondern auch für mobile Apps oder Portale. Bei der Analyse geht es darum herauszufinden, wie viele Besucher es gibt, wie viele Seitenaufrufe stattfinden und in welchen Bereichen sich Nutzer bewegen. Was viele nicht wissen: Mit Matomo lassen sich auch Kampagnen messen, etwa aus Social Media, dem Newsletter oder aus Werbeanzeigen. Entscheidend ist, dass die Ziele der Website hierfür klar sind und in Matomo abgebildet werden. Dann lässt sich messen, ob diese Ziele erreicht werden und wo Optimierungsbedarf besteht.

eMBIS: Was ist darüber hinaus möglich, wenn man tiefer in Matomo einsteigt?

Udo: Wenn man weiter in die Tiefe geht, kann man auch einzelne Elemente auf einer Seite messen: etwa Klicks auf Buttons, Banner oder Inhalte. Man kann prüfen, ob Inhalte überhaupt im sichtbaren Bereich erscheinen. Außerdem lassen sich Besucher klassifizieren, zum Beispiel nach Sprache oder bestimmten Merkmalen. Auf dieser Basis können Inhalte und Seiten gezielt angepasst und optimiert werden.

eMBIS: Datenschutz spielt bei Matomo eine große Rolle. Warum ist das für viele Unternehmen entscheidend?

Udo: Der größte Unterschied zu anderen Tools ist, dass bei Matomo die Daten dem Unternehmen gehören. Sie werden nicht für andere Zwecke weiterverwendet. Das ist für viele übrigens der Hauptgrund, sich für Matomo zu entscheiden. Je nach Konfiguration ist Tracking sogar ohne Einwilligungsbanner möglich.

eMBIS: Wo stößt Matomo aus Deiner Sicht an klare Grenzen?

Udo: Jedes Tool hat Grenzen. Bei Matomo ist das zum Beispiel die Standortermittlung. Aus Datenschutzgründen sind Standortdaten nur sehr grob nutzbar, meist auf Bundeslandebene. Auch das geräteübergreifende Tracking ist aus eben diesen Gründen nicht realisierbar. Nutzt jemand verschiedene Geräte, wird das als unterschiedliche Besucher erfasst. Auch komplexe Multi-Touchpoint-Analysen sind nur eingeschränkt oder über zusätzliche Erweiterungen möglich.

eMBIS: Wie gut performt Matomo bei sehr großen Websites mit hohen Besucherzahlen aus?

Udo: Bei sehr großen Datenmengen kann die Performance von Matomo zur Herausforderung werden. Dann muss man sich Gedanken über Infrastruktur, Serverleistung und die Konfiguration machen. In solchen Fällen ist es wichtig, Berichte vorzuberechnen und das System technisch sauber aufzusetzen.

eMBIS: Wo liegen die wichtigsten Unterschiede von Matomo im Vergleich mit Google Analytics?

Udo: Ein großer Unterschied liegt in der grundsätzlichen Ausrichtung. Matomo arbeitet stark mit klassischen Berichten, etwa zu Besuchern oder Seitenaufrufen. Google Analytics, insbesondere GA4, bietet mehr Möglichkeiten für sehr tiefe Analysen von Nutzerpfaden. Bei Matomo sind dafür die Begriffe klarer definiert und für viele leichter verständlich. Und dann natürlich das Thema Datenschutz: Bei Matomo bleiben die Daten im Unternehmen, sie werden nicht für andere Zwecke weiterverwendet und lassen sich transparent und nachvollziehbar einsetzen.

eMBIS: Welche Kennzahlen liefern schnellen Mehrwert für Marketer?

Udo: Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören Besucherzahlen, Seitenaufrufe und die Absprungrate. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Ziele anzulegen, etwa für Käufe, Kontaktanfragen oder Downloads. Wenn zusätzlich Kampagnen gemessen werden, lassen sich Zielerreichungen und Kampagnenerfolg direkt in Matomo gut miteinander vergleichen.

eMBIS: Wie gut funktioniert ist die Integration von Matomo in andere Systeme?

Udo: Content-Management-Systeme lassen sich in der Regel problemlos integrieren. Herausforderungen gibt es häufiger bei CRM-Systemen, Shops oder Consent-Managern. Gerade beim Zusammenspiel mit Consent-Bannern treten in der Praxis oft Fehler auf, die überprüft und getestet werden müssen.

eMBIS: Für welche Unternehmen ist Matomo besonders geeignet?

Udo: Matomo wird vor allem aus Datenschutzgründen eingesetzt. Typisch sind öffentliche Einrichtungen, Hochschulen, Verbände oder Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben. Darüber hinaus eignet sich Matomo für Organisationen, die klare Reports und eine überschaubare Bedienung schätzen oder nur begrenzte Ressourcen für Webanalyse haben.

eMBIS: Welche Fehler beobachtest Du häufig bei der Einführung von Matomo?

Udo: Einen häufigen Fehler beobachte ich vor allem bei der Matomo-Lösung, die man sich selber installieren kann. Das ist diese sogenannte On-Premise-Version. Hier werden oft zu schwache Server für die Datenmengen, die da im Laufe der Zeit reinfließen, gewählt. Dazu kommt, dass Matomo oft einfach installiert, aber nicht richtig eingerichtet wird – etwa bei Zielen oder Berichten. Besonders kritisch wird es beim Thema Datenschutz: Wenn der Consent-Banner nicht sauber mit Matomo zusammenspielt, fehlen Daten oder sie sind im Nachhinein nicht mehr verlässlich.

eMBIS: On-Premise oder Cloud: Wie unterscheiden sich die beiden Varianten?

Udo: Bei der On-Premise-Variante kümmert sich das Unternehmen selbst um Installation und Betrieb. Die Basisversion ist kostenlos, Erweiterungen können hinzugekauft werden. In der Matomo-Cloud sind alle Erweiterungen enthalten, der Betrieb wird abgenommen, dafür fallen monatliche Kosten an, die sich nach der Nutzung richten. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Datenmenge, technischem Know-how und Analysebedarf ab.

eMBIS: Gibt es ein Projekt, bei dem Matomo sein volles Potenzial ausgespielt hat?

Udo: Besonders wirkungsvoll ist Matomo, wenn Tracking gezielt ausgebaut wird. In Projekten mit Kampagnen und Landingpages lassen sich Inhalte, Texte und Call-to-Action-Elemente auf Basis der gemessenen Daten anpassen. In einem Fall konnte so innerhalb weniger Wochen die Conversion-Rate verdoppelt werden.

eMBIS: Was sind Deiner Meinung nach die wichtigsten To-dos für den Einstieg mit Matomo?

Udo: Ziele anlegen, Kampagnen sauber messen und beides miteinander vergleichen. Nur so lässt sich beurteilen, ob Zeit und Budget sinnvoll eingesetzt sind.

Fakten zu Matomo im Marketing

Webanalyse hilft Marketing-Teams dabei, das Verhalten von Nutzenden auf einer Website zu verstehen. Sie sehen zum Beispiel: Welche Seite wird besucht? Wo steigen Menschen aus? Welche Kampagne bringt neue Kunden? Matomo ist eine solches Tool für Webanalyse, die viele Unternehmen wegen des Datenschutzes, der Datenkontrolle und der flexiblen Nutzung einsetzen.

Für Marketing-Verantwortliche ist dieses Thema sehr wichtig. Gute Daten helfen dabei, Kampagnen zu verbessern, Inhalte anzupassen und Budgets sinnvoll einzusetzen. Ohne verlässliche Daten bleibt Marketing oft ein Bauchgefühl.

  • Daten bleiben im eigenen Unternehmen

    Matomo kann auf eigenen Servern betrieben werden. Unternehmen behalten dadurch die Kontrolle über ihre Daten. Das stärkt Vertrauen bei Nutzenden und hilft bei der Einhaltung von Datenschutz-Regeln.

  • Bessere Entscheidungen im Marketing

    Webanalyse zeigt genau, wie Menschen eine Website nutzen. Marketing-Teams erkennen, welche Inhalte funktionieren und welche nicht. So können sie Kampagnen gezielt verbessern.

  • Mehr Transparenz im Nutzerverhalten

    Mit Matomo sehen Unternehmen viele wichtige Kennzahlen. Zum Beispiel Seitenaufrufe, Einstiegsseiten oder Absprungraten. Diese Daten helfen dabei, die Nutzer-Erfahrung zu verbessern.

  • Flexible Erweiterungen

    Matomo bietet viele Plugins und Erweiterungen. Damit lässt sich das Tool an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Unternehmen können Funktionen ergänzen, die zu ihrem Marketing passen.

  • Grundlage für Conversion-Optimierung

    Saubere Daten sind die Basis für erfolgreiche Optimierung. Wenn Marketing-Teams verstehen, wie Menschen eine Website nutzen, können sie Landingpages und Kampagnen gezielt verbessern. Das steigert häufig die Conversion-Rate.

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Weiterführende Informationen

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