Podcast mit Markus Bockhorni und Sabine Saldaña Bravo

Zum Jahresabschluss 2025 lassen Sabine und Markus das Podcast-Jahr 2025 Revue passieren. Dabei sprechen sie nicht nur über die vielen neuen Themen, die sie mit ihren Gästen im Jahr 2025 besprochen haben. Sondern vor allem über die neuen Kompetenzen, die Mitarbeitende im Onlinemarketing brauchen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Denn „Der KI-Zug fährt gerade mit rasender Geschwindigkeit“, so Sabine. Und leider an manchen Unternehmen, aber auch Mitarbeitenden, vorbei.
Ihr hört, warum Themen wie GEO, KI, Online-PR oder Marketing-Automatisierung auch in 2026 aktuell bleiben. Und welche Skills ihr braucht, um diese Themen umsetzen zu können. Ob Spezialisten oder Generalisten in 2026 gefragt sind, warum der human-in-the-loop immer wichtiger wird, und was die Nummer 1 der Onlinemarketing-Skills in 2026 ist?
Hört rein in diese Folge zum Start in das Jahr 2026!
Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen
- Warum bietet KI zwar enormes Potenzial, wird aber ohne menschliche Kontrolle riskant?
- Weshalb sollte „Human in the Loop“ besser als „Human in Control“ verstanden werden?
- Welche Rolle spielt GEO (Generative Engine Optimization) für die Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen?
- Warum erleben Online-PR, Content-Strategie und Storytelling ein starkes Comeback?
- Wieso werden strategisches Denken und der Blick auf das große Ganze immer wichtiger?
- Sind 2026 eher Spezialist:innen oder Generalist:innen gefragt?
- Welche Skill-Nummer 1 wird das Online-Marketing der Zukunft prägen – und warum spielt Neugier dabei eine Schlüsselrolle?
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Onlinemarketing 2026: Welche Kompetenzen jetzt über Erfolg entscheiden
Das Onlinemarketing steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Künstliche Intelligenz, neue Suchsysteme, steigende Content-Mengen und veränderte Nutzererwartungen sorgen dafür, dass sich Rollen, Anforderungen und Kompetenzprofile deutlich verschieben. Zum Jahresende 2025 blicken Sabine Saldaña Bravo und Markus Bockhorni im Podcast auf die zentralen Themen des vergangenen Jahres zurück – und ziehen daraus klare Schlüsse für die Zukunft des Onlinemarketings.
Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach einzelnen Tools, sondern vielmehr nach den Fähigkeiten, die Mitarbeitende und Unternehmen benötigen, um auch 2026 wettbewerbsfähig zu bleiben.
KI als Treiber – und als Kompetenzlücke
Künstliche Intelligenz ist im Onlinemarketing längst angekommen. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis eine wachsende Diskrepanz zwischen den verfügbaren Technologien und den Fähigkeiten, diese sinnvoll einzusetzen. Viele Unternehmen nutzen KI bislang kaum oder nur punktuell. Weiterbildung wird aus Kostengründen häufig aufgeschoben – mit der Folge, dass eine gefährliche Kompetenzlücke entsteht. Dabei wird deutlich: KI ist kein Selbstläufer. Ohne fundiertes Wissen, klare Prozesse und menschliche Kontrolle birgt ihr Einsatz erhebliche Risiken. Fehlinterpretationen, sogenannte Halluzinationen und unreflektierte Automatisierung können der Unternehmenskommunikation schaden, statt sie zu verbessern.
Human in the Loop – oder besser: Human in Control
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Rolle des Menschen im KI-gestützten Marketing. Während KI wertvolle Unterstützung leisten kann – etwa bei Analyse, Ideenfindung oder Strukturierung – bleibt die Verantwortung beim Menschen. Die Qualität von Inhalten, strategische Entscheidungen und die Bewertung von Ergebnissen dürfen nicht an Algorithmen delegiert werden. Der Begriff „Human in Control“ bringt diese Haltung auf den Punkt: KI liefert Vorschläge, der Mensch trifft die Entscheidung. Gerade in der Unternehmenskommunikation ist diese Kontrolle entscheidend, um Glaubwürdigkeit, Expertise und Vertrauen zu sichern.
Sichtbarkeit neu denken: GEO statt nur SEO
Mit dem Aufkommen generativer Suchsysteme verändert sich auch die Art, wie Inhalte gefunden werden. Neben klassischer Suchmaschinenoptimierung gewinnt die sogenannte Generative Engine Optimization (GEO) an Bedeutung. Ziel ist es, in KI-basierten Suchsystemen als relevante und vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen zu werden. Dabei geht es nicht um einzelne technische Maßnahmen, sondern um strategische Grundlagen: klare Positionierung, hochwertige Inhalte, thematische Tiefe und konsistente Kommunikation über verschiedene Kanäle hinweg. GEO wird damit zu einem weiteren Baustein im ganzheitlichen Onlinemarketing – nicht zu einem isolierten Trend.
Rückkehr der Strategie: Das große Ganze zählt
Ein wiederkehrendes Motiv des Podcasts ist der Blick auf das Gesamtbild. Einzelmaßnahmen, kurzfristige Trends oder isolierte Kampagnen greifen zu kurz, wenn sie nicht in eine übergeordnete Strategie eingebettet sind. Erfolgreiches Onlinemarketing erfordert ein Verständnis dafür, wie Kanäle, Inhalte, Touchpoints und Nutzerbedürfnisse zusammenspielen. Frameworks, Customer Journeys und strategische Planung gewinnen dadurch wieder an Bedeutung. Gerade in einer KI-geprägten Marketingwelt wird strategisches Denken zur Schlüsselkompetenz.
Öffentlichkeitsarbeit, Content und Differenzierung
Auch klassische Disziplinen erleben eine neue Relevanz. Öffentlichkeits- und Medienarbeit wird gezielter, datenbasierter und strategischer eingesetzt. Statt breiter Streuung stehen ausgewählte Plattformen, relevante Medien und klare Themen im Fokus. Gleichzeitig wächst der Druck, sich in einer zunehmend uniformen Content-Landschaft zu differenzieren. Storytelling, Nutzerzentrierung, Einzigartigkeit und Qualität werden entscheidend, um sichtbar zu bleiben – sowohl für Menschen als auch für KI-Systeme.
Automatisierung beginnt beim Menschen
Marketing-Automatisierung ist ein weiteres zentrales Thema. Dabei wird deutlich: Automatisierung ist kein Tool-Thema, sondern ein strategisches. Ohne klar definierte Ziele, tiefgehende Personas und ein echtes Verständnis für die Bedürfnisse der Zielgruppen bleibt Automation wirkungslos. Erst wenn diese Grundlagen geschaffen sind, können automatisierte Prozesse sinnvoll eingesetzt werden – unterstützt durch KI, aber gesteuert durch menschliche Expertise.
Die wichtigste Kompetenz: Neugier
Am Ende läuft vieles auf eine grundlegende Fähigkeit hinaus: Neugier. Die Bereitschaft, Neues zu lernen, Entwicklungen offen zu begegnen und sich kontinuierlich weiterzubilden, wird zur vielleicht wichtigsten Kompetenz im Onlinemarketing der Zukunft. Unabhängig von Alter, Erfahrung oder Rolle gilt: Wer neugierig bleibt und bereit ist, Verantwortung für die eigene Weiterentwicklung zu übernehmen, erhöht nicht nur seine persönliche Zukunftsfähigkeit, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Fazit
Onlinemarketing 2026 verlangt keine Alleskönner, sondern reflektierte Fachkräfte mit strategischem Denken, KI-Kompetenz, Medienverständnis und der Fähigkeit, Technologie verantwortungsvoll einzusetzen. Der Mensch bleibt dabei der entscheidende Faktor – als Kontrollinstanz, als Stratege und als kreativer Gestalter.
Welche Kompetenzen brauchen sie im Onlinemarketing 2026?
Die Anforderungen im Onlinemarketing verändern sich rasant. Neue Technologien, allen voran KI, treffen auf komplexere Kommunikationslandschaften, fragmentierte Zielgruppen und steigende Erwartungen an Qualität, Relevanz und Glaubwürdigkeit. Einzelne Tools zu beherrschen reicht dafür nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr übergreifende Kompetenzen, die strategisches Denken, technisches Verständnis und menschliche Urteilskraft miteinander verbinden.
Strategisches Denken & ganzheitlicher Blick
Onlinemarketing muss als Gesamtökosystem verstanden werden – mit ineinandergreifenden Kanälen, klarer Positionierung, konsistenter Kommunikation und einer durchdachten Customer Journey.
KI-Kompetenz & Human in Control
Der professionelle Umgang mit KI umfasst mehr als Tool-Nutzung: Prompting, Qualitätssicherung, Fact-Checking und die Fähigkeit, KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten, werden zur Kernkompetenz.
GEO-Wissen & Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen
Wer 2026 gefunden werden will, muss verstehen, wie generative Suchsysteme funktionieren – und Inhalte so aufbereiten, dass sie als relevant, vertrauenswürdig und expertentauglich wahrgenommen werden.
Neugier & kontinuierliche Lernbereitschaft
Die vielleicht wichtigste Zukunftskompetenz: offen bleiben für Neues, Entwicklungen aktiv verfolgen und bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln – unabhängig von Alter oder Erfahrung.
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