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TREFF.PUNKT. Marketing · 13.04.2026 · mit Ines Pfab

KI für Social Ads – Wie nutze ich KI für Social Ads, ohne dass sie künstlich wirken?

Jetzt abspielen (34 Min.)
Podcast-Cover: TREFF.PUNKT Marketing Folge 45 - Bild mit den Moderatoren Sabine und Markus

Erscheinungsdatum: 

Folge: 45

Thema: KI für Social Ads – Wie nutze ich KI für Social Ads, ohne dass sie künstlich wirken?

Hosts: Markus Bockhorni, Sabine Saldana Bravo

Im Gespräch mit: Ines Pfab ist zertifizierte Data Analystin und Marketingmanagerin mit Schwerpunkt Social Media. Sie war u.a. bei Sqor Sports und als Director Client Service & Data Analytics bei Territory Media tätig. Aktuell leitet sie das Marketing der neo Kanzlei.

Podcast und Interview mit Ines Pfab

Profilbild unserer Trainerin Ines Pfab
Zu Gast in dieser Folge: Ines Pfab

Social Advertising ohne Künstliche Intelligenz ist heute kaum noch vorstellbar, da Plattformen wie Meta, TikTok oder LinkedIn immer stärker auf automatische Systeme setzen, die Anzeigen erstellen, Kampagnen laufend anpassen und gleichzeitig bei der Analyse von Zielgruppen unterstützen.

In dieser Folge erhalten Sie Einblicke in die Praxis moderner Kampagnen, denn Social-Ads-Expertin Ines Pfarb erklärt, welche Entwicklungen für Unternehmen aktuell besonders wichtig sind und wie sich Social Ads im Alltag verändern. Als Trainerin bei der eMBIS-Akademie für das Social Ads Seminar und erfahrene Performance-Marketerin zeigt sie anschaulich, welche Rolle neue Technologien dabei spielen.

Im Gespräch wird klar, wie stark Plattform-KI das Kampagnen-Management und die Zielgruppensteuerung prägt und welche Erfolgsfaktoren für Social Ads weiterhin entscheidend sind.

Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen

  • Wann ist der Einsatz von KI für Ads sinnvoll?
  • Wie stark kann KI die kreative Arbeit bei Ads übernehmen?
  • Woran erkennt man, dass eine Anzeige zu künstlich wirkt?
  • Wann entstehen Risiken wie Budget-Verlust oder negative Reaktionen?
  • Wie sieht ein guter Ablauf für Social Ads aus?
  • Welche Tools sind in den einzelnen Schritten sinnvoll?
  • Welche typischen Fehler passieren beim Einsatz von KI für Ads?
  • Wie wird der Erfolg von Kampagnen gemessen?

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Wer mit bezahlter Social-Media-Werbung arbeitet, muss kontinuierlich dazulernen, denn Plattformen, Formate und Budgetmechaniken entwickeln sich laufend weiter. Ein Facebook und Instagram Ads Seminar zeigt explizit, wie Budgets in der „Mata-Welt“ sinnvoll geplant und Kampagnen strukturiert aufgebaut werden. Ein grundlegender Social Media Ads Workshop gibt eine umfangriechen Überblick über die Ads-Manager der wichtigsten sozialen Netzwerke. Auch in der Google-Welt bestehen vielfältige Möglichkeiten, bezahlte Anzeigen gezielt zu platzieren. Ein Google Ads Seminar unterstützt das Verständnis für kanalübergreifende Such-Strategien.

Experteninterview mit Ines Pfab: KI für Social Ads

Die KI-Tools der Social-Media-Plattformen erstellen Anzeigenvarianten, erkennen Zielgruppen automatisch und optimieren Kampagnen in Echtzeit. Bedeutet das, dass Marketer im Social Advertising bald überflüssig werden? Ganz im Gegenteil. Im Interview spricht Social-Ads-Expertin Ines Pfab darüber, wie sich Kampagnenarbeit durch KI verändert, warum Targeting an Bedeutung verliert und weshalb erfolgreiche Social Ads heute vor allem von starken Creatives und klaren Hypothesen abhängen.

eMBIS: die Reichweite auf Social Media sinkt gerade massiv. Werden Ads dadurch wichtiger – und wie sinnvoll ist es, Anzeigen komplett von KI erstellen zu lassen?

Ines: KI ist auf jeden Fall ein sehr starkes Produktions- und Skalierungstool, aber am Ende des Tages kein Ersatz für eine saubere Social-Advertising-Strategie. KI ist vor allem sinnvoll, wenn es um Creative-Testings, Varianten oder Skalierung geht. Plattformen wie Meta haben hierfür eigene KI-Systeme, zum Beispiel Advantage Plus. Dazu kommen Funktionen wie KI-gestützte Kampagnenoptimierungen oder Updates wie Andromeda, die die Anzeigenausspielung automatisieren. Diese Systeme brauchen viele Creative-Signale, um gut zu funktionieren. Deshalb ist KI ein guter Hebel, um Varianten schneller zu produzieren und zu testen. Gleichzeitig kann man schnell Budget verbrennen, wenn kein klares Angebot vorhanden ist, keine Creative-Hypothesen getestet werden oder wenn die KI am Ende zu generische Creatives produziert.

eMBIS: Du sagst, KI verändert gerade massiv das Social Advertising. Was genau passiert hier?

Ines: KI übernimmt inzwischen viele operative Aufgaben im Kampagnenmanagement. Plattformen analysieren Nutzersignale, erkennen Zielgruppen automatisch und optimieren die Ausspielung von Anzeigen selbstständig. Das heißt: Man muss heute deutlich weniger manuelles Targeting definieren als noch vor einigen Jahren. Die Systeme finden die passenden Nutzer auf Basis der vorhandenen Signale selbst.

eMBIS: Wenn die Plattformen die Zielgruppen selbst erkennen – was bedeutet das für Marketer?

Ines: Dann verschiebt sich der Fokus der Kampagnenarbeit. Früher hat man sehr viel Zeit in Targeting gesteckt. Heute wird es wichtiger, wie eine Anzeige aussieht und welche Botschaft sie transportiert. Die Plattform findet die Zielgruppe – aber sie entscheidet nicht, ob ein Creative interessant genug ist, dass jemand stehen bleibt und klickt.

eMBIS: Was genau meinst du mit „Creatives“?

Ines: Creatives sind im Grunde alles, was User in der Anzeige sehen: also Bild oder Video, Text, Botschaft und Gestaltung. Diese Elemente entscheiden darüber, ob eine Anzeige im Feed überhaupt wahrgenommen wird. Gerade im schnellen Scrollen fällt auf, welche Inhalte Aufmerksamkeit erzeugen und welche nicht.

eMBIS: Woran erkennt man eigentlich, ob ein Creative funktioniert – oder zu künstlich wirkt?

Ines: Im Paid Social erkennt man das relativ schnell über die KPIs. Wenn ein Creative zu künstlich wirkt oder bei der Zielgruppe nicht ankommt, sieht man das direkt an den Leistungskennzahlen. Ein wichtiges Signal ist zum Beispiel die Klickrate. Wenn die CTR sehr niedrig ist, also unter etwa ein Prozent rutscht, ist das häufig ein Hinweis darauf, dass das Werbemittel die Nutzer nicht anspricht. Dann muss man das Creative überarbeiten oder neue Varianten testen. Zum Beispiel mit Hypothesen.

eMBIS: Wie funktioniert das konkret?

Ines: Statt Anzeigen einfach zu erstellen und zu hoffen, dass sie funktionieren, formuliert man eine Annahme: zum Beispiel, dass ein authentisches Bild besser funktioniert als ein klassisches Werbemotiv oder dass ein Video mehr Klicks erzeugt als ein statisches Bild. Diese Hypothese testet man dann mit mehreren Anzeigenvarianten.

eMBIS: Welche Rolle spielt KI bei diesen Tests?

Ines: KI hilft vor allem dabei, Varianten schneller zu erstellen und Tests effizienter durchzuführen. Man kann deutlich mehr Anzeigenversionen produzieren und parallel testen. Die Plattform erkennt dann relativ schnell, welche Variante besser performt und spielt diese häufiger aus.

eMBIS: Bedeutet das, dass KI langfristig die Kampagnenstrategie übernimmt?

Ines: Nein. KI kann sehr viele operative Prozesse unterstützen – etwa bei der Analyse von Daten oder bei der Optimierung der Ausspielung. Die strategischen Entscheidungen bleiben aber weiterhin beim Menschen. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, welche Botschaft eine Kampagne transportieren soll oder welche Hypothesen getestet werden.

eMBIS: KI kann auch Creatives generieren. Wie sinnvoll ist das in der Praxis?

Ines: Vor allem in der operativen Creative-Produktion kann KI super unterstützen. Zum Beispiel bei den Hooks, bei Ad-Copies oder eben bei den Variationen, die meine Hypothesen widerspiegeln. Skripte für Video-Ads kann ich auch super über die KI erstellen lassen. Auch visuelles Prototyping funktioniert super gut. TikTok hat hierfür eine eigene KI, die nennt sich TikTok Symphony. Mittlerweile kann ich da einfach ein Bild eingeben und Symphonie erstellt daraus ein Video oder verschiedene Varianten, das ich für TikTok verwenden oder für meine Kampagne nutzen kann. Diese operative Creative-Produktion funktioniert über KI sehr, sehr gut und spart natürlich auch viel Zeit Tages.

eMBIS: Worauf sollte ich dabei achten?

Ines: Dass die Ads nicht so generisch werden. Hypothesen sind hierbei das A und O. Die KI muss dabei gut gebrieft werden, damit wirklich verschiedene Varianten entstehen.

eMBIS: Wie funktioniert ein perfekter Workflow für Social Ads mithilfe von KI?

Ines: Der Workflow startet immer mit der Zielsetzung. Zuerst muss klar sein, ob es um Reichweite, Traffic oder Performance-Ziele geht und welche Ziel-KPIs erreicht werden sollen. Das muss strategisch festgelegt werden auf Basis der eigenen Ziele und der Benchmarks der Plattformen. Danach geht es in die Zielgruppenanalyse. Hier nutzt du die Plattform-KI, zum Beispiel die Meta Advantage-Plus-Zielgruppenerstellung. Dabei gibst du im Grunde nur noch Standort und gegebenenfalls Alter ein, während die KI eine erste Zielgruppe und ein Potenzial ableitet. Mit diesem Potenzial arbeitest du dann weiter, um eine Budgetempfehlung abzuleiten.

eMBIS: Welche Tools nutzt du im nächsten Schritt für Hypothesen, Creatives und Copy?

Ines: Parallel zur Zielgruppe entwickelst du die Creative-Strategie. Dafür nutzt du KI-Tools wie Perplexity, ChatGPT oder Google Gemini, um Hypothesen zu entwickeln: also Pain Points, Hooks und Content Angles. Aus diesen Hypothesen leitest du Varianten ab. Auch das Copywriting kann über KI entstehen. So entsteht ein erster Creative-Baukasten, mit dem die Kampagne ins Setup gehen kann.

eMBIS: Und wie geht der Workflow nach der Creative-Erstellung weiter?

Ines: Statt für jede Aktion – zum Beispiel Ostern, Weihnachten, eben die Klassiker – eine eigene Kampagne aufzusetzen, empfehle ich übergreifende Strukturen wie Reichweiten-, Traffic- und Performancekampagnen, die immer wieder mit neuen Werbemitteln gefüttert werden. Die Ads selbst werden nach wie vor händisch aufgesetzt. Sobald die via KI erstellten Werbemittel eingebunden sind, startet die Kampagne. Danach beginnt das Monitoring. Auch dort geben die Plattformen über KI Hinweise, was optimiert, pausiert oder ergänzt werden sollte. Strategie, Kampagnenstruktur und Monitoring bleiben aber menschliche Aufgaben.

eMBIS: Woran misst du den Erfolg einer Kampagne – und wie hilft KI dabei?

Ines: KI kann eine erste Einordnung geben, ob eine Kampagne gerade gut performt oder nicht. Die eigentliche Bewertung muss aber der Mensch vornehmen. Ob ein ROAS (Return on Advertising Spend, der ROAS misst, wie viel Umsatz eine Werbekampagne im Verhältnis zu den eingesetzten Werbekosten erzielt) gut oder schlecht ist, ergibt sich immer aus den Zielen, die zu Beginn definiert wurden. Du sagst auch, dass man sich eigene Benchmarks setzen sollte. Solange sich Kampagnen bei Kennzahlen wie CPM, CPC oder ROAS kontinuierlich verbessern, ist das ein gutes Zeichen. KI kann hier Hinweise liefern und auch bei der Auswertung unterstützen – etwa, indem man einen Export zieht und in ChatGPT bewertet. Die Einordnung bleibt aber immer an die eigenen Zielsetzungen gekoppelt.

eMBIS: Wie lassen sich Social Ads authentisch und wirtschaftlich einsetzen? Hast du hier Tipps für uns?

Ines: Der erste Tipp ist, Social Ads nicht nach Bauchgefühl zu steuern. Statt einfach Anzeigen zu veröffentlichen, sollte man immer mit klaren Hypothesen arbeiten und systematisch testen, welche Botschaften, Bilder oder Formate bei der Zielgruppe funktionieren. Der zweite Tipp lautet, mit ausreichend vielen Creatives zu arbeiten. Die Plattform-Algorithmen brauchen Signale, um Anzeigen richtig ausspielen zu können. Je mehr Varianten getestet werden, desto besser kann der Algorithmus erkennen, welche Anzeigen funktionieren. Der dritte Tipp betrifft die Auswertung der Kampagnen. Erfolg sollte immer anhand der wichtigsten Kennzahlen bewertet werden – etwa Klickrate, Kosten pro Klick oder ROAS. Diese KPIs zeigen relativ schnell, ob ein Creative funktioniert oder ob Anpassungen nötig sind.

Fakten zu KI für Social Ads

Social Advertising bedeutet, dass Unternehmen gezielt Werbung innerhalb sozialer Netzwerke schalten, wobei Plattformen wie Meta, TikTok oder LinkedIn eine zentrale Rolle spielen und unterschiedliche Zielgruppen sowie Werbeformate bieten. Für Menschen im Marketing ist dieses Zusammenspiel von Social Advertising und KI heute von entscheidender Relevanz, da insbesondere Faktoren wie intelligente Algorithmen, kreative Werbemittel (Creatives) sowie klar definierte Kennzahlen (KPIs) maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg von Kampagnen entscheiden.

  • KI automatisiert viele Aufgaben

    KI übernimmt viele Schritte im Kampagnen-Management, sie analysiert Daten und passt Anzeigen automatisch an. Das spart Zeit und macht Prozesse schneller.

  • Creatives entscheiden über Erfolg

    Bilder, Videos und Texte bestimmen, ob Nutzer klicken, gute Inhalte fallen im Feed auf, Schlechte Inhalte werden schnell übersehen.

  • Targeting wird weniger wichtig

    Früher haben Marketer Zielgruppen genau festgelegt, heute erkennen Systeme viele Nutzer selbst, deshalb wird die Gestaltung der Anzeige wichtiger.

  • Strategie bleibt Aufgabe von Menschen

    KI unterstützt viele Prozesse, die Planung und die Ideen kommen aber weiter von Menschen. Gute Strategien bleiben entscheidend!

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