Podcast und Interview mit Meike Leopold

Wie funktioniert der LinkedIn-Algorithmus im Jahr 2026 – und was bedeutet das für die eigene Sichtbarkeit? Sinkende Reichweite und weniger Sichtbarkeit stellen viele vor Fragen. Dabei liegt es nicht immer am eigenen Content. Oft hat sich die Logik des LinkedIn-Feeds grundlegend verändert.
In dieser Podcastfolge wird gemeinsam mit LinkedIn-Expertin und eMBIS-Trainerin Meike Leopold der neue LinkedIn-Algorithmus und das System Brew360 betrachtet. Es wird deutlich: Inhalte werden heute deutlich selektiver bewertet. Entscheidend ist, worauf der Algorithmus achtet und wie Profile aufgebaut sind – sowohl persönliche Profile als auch Unternehmensprofile.
Es lohnt sich, das eigene Profil und den Slogan kritisch zu prüfen und gezielt zu optimieren. Gleichzeitig verändert sich die Bedeutung von Kennzahlen: Likes und Reichweite sind nicht mehr allein entscheidend. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was soll kommuniziert werden – und für wen?
Die Folge zeigt, warum genau diese Klarheit eine gute Nachricht für alle ist, die LinkedIn aktiv nutzen.
Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen
- Warum wirkt LinkedIn aktuell oft anstrengend oder schwer planbar?
- Was ist Brew 360?
- Was hat sich bei Sichtbarkeit und Reichweite verändert?
- Wie bewertet LinkedIn Inhalte heute?
- Woran lässt sich Erfolg auf LinkedIn heute messen?
- Welche Inhalte passen zu den neuen Anforderungen?
- Welche Fehler passieren oft bei persönlichen Profilen?
- Was gilt für Unternehmens-Seiten auf LinkedIn?
- Welche Tipps helfen für die LinkedIn-Strategie 2026?
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Gerade im beruflichen Kontext ist Weiterbildung zu LinkedIn und Social Media entscheidend, weil sich Plattformen, Algorithmen und Zielgruppenanforderungen ständig weiterentwickeln. Ein LinkedIn Marketing Seminar vermittelt praxisnahes Wissen darüber, wie Beiträge aufgebaut sein sollten und wie Inhalte auf LinkedIn mehr Sichtbarkeit erreichen. Gleichzeitig gewinnt die digitale Reputation an Bedeutung, weshalb ein Online PR und Reputation im KI-Zeitalter Seminar zeigt, wie Fachkräfte und Unternehmen ihre Glaubwürdigkeit im Netz stärken können. Ergänzend vermittelt ein Social Media Marketing Workshop strategisches Know-how zur Planung und Verbreitung von Inhalten, damit Beiträge über verschiedene Plattformen hinweg wirksam eingesetzt werden können.
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Interview mit LinkedIn-Expertin Meike Leopold: 2026 mehr Reichweite auf LinkedIn erreichen
Die Reichweite auf LinkedIn scheint bei vielen Beiträgen seit Jahresbeginn 2026 zu sinken. Selbst guter Content erzielt plötzlich weniger Impressionen. Woran liegt das – und was bedeutet das für alle, die LinkedIn aktiv nutzen? Darüber sprechen wir mit der Kommunikations- und LinkedIn-Expertin Meike Leopold. Die eMBIS-Trainerin für das LinkedIn-Seminar gehört zu den bekanntesten LinkedIn-Stimmen im deutschsprachigen Raum und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der strategischen Nutzung der Plattform.
Im Gespräch erklärt sie, warum LinkedIn Reichweite heute selektiver verteilt, was hinter dem neuen Algorithmus steckt und weshalb Gespräche auf der Plattform wichtiger werden als Likes.
eMBIS: LinkedIn wirkt für viele gerade unberechenbar. Warum ist das so?
Meike: Ja, das ist tatsächlich der Fall. LinkedIn verteilt Reichweite heute viel selektiver als noch vor ein, zwei Jahren. Viele merken das daran, dass ihre Beiträge deutlich weniger Impressionen haben. Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass einzelne Posts schlechter geworden sind, sondern eher daran, dass LinkedIn stärker filtert. Die Plattform versucht stärker, relevante Inhalte im Feed zu zeigen und austauschbaren Content auszusortieren.
eMBIS: Woran liegt diese stärkere Filterung?
Meike: Es gibt heute einfach viel mehr Inhalte auf LinkedIn. Ein großer Teil davon wird inzwischen mit KI erstellt. Gleichzeitig lesen viele Nutzende im Durchschnitt nur wenige Beiträge, wenn sie auf der Plattform sind. LinkedIn muss deshalb stärker entscheiden, welche Inhalte wirklich relevant sind. Das ist einer der Gründe, warum der Feed heute selektiver funktioniert.
eMBIS: In diesem Zusammenhang fällt der Begriff Brew360. Was steckt dahinter?
Meike: Brew360 ist im Grunde die Bezeichnung für einen neuen Algorithmus. Das ist sozusagen der neue Motor unter der Haube des LinkedIn-Feeds. Früher gab es viele verschiedene Sortierungslogiken. Diese wurden inzwischen in einem KI-gestützten System zusammengeführt. Der Algorithmus bewertet Inhalte heute stärker im jeweiligen Kontext: Er schaut, ob Profil, Inhalte und Interaktion thematisch zusammenpassen.
eMBIS: Was bedeutet das konkret für die Sichtbarkeit von Inhalten?
Meike: Der Algorithmus bewertet nicht mehr nur einzelne Posts. Er betrachtet eher eine langfristige Entwicklung. Es geht also darum, ob jemand kontinuierlich Mehrwert für seine Zielgruppe liefert. LinkedIn schaut zum Beispiel darauf, ob Beiträge gelesen werden, ob sie gespeichert werden oder ob Kommentare entstehen. Diese Signale werden über einen längeren Zeitraum bewertet.
eMBIS: Welche Rolle spielen Likes heute noch?
Meike: Likes sind auf LinkedIn inzwischen eher die schwächste Währung. Natürlich sind sie immer noch ein Signal. Aber deutlich wichtiger sind andere Interaktionen. Zum Beispiel, wenn jemand einen Beitrag speichert. Das zeigt, dass der Inhalt relevant ist und später noch einmal gelesen werden soll. Auch Kommentare oder Diskussionen sind für den Algorithmus starke Signale.
eMBIS: Wenn Reichweite weniger wichtig wird, woran lässt sich Erfolg dann messen?
Meike: Reichweite auf LinkedIn ist nur eine Kennzahl und keine absolute Wahrheit mehr. Entscheidend ist eher, ob Gespräche entstehen. Wenn Kommentare oder Rückfragen kommen oder wenn neue Kontakte entstehen, zeigt das, dass Inhalte etwas auslösen. Gerade bei einer klar definierten Zielgruppe ist das oft wichtiger als möglichst viele Impressionen.
eMBIS: Wie gehst Du selbst vor, wenn Du einen Beitrag planst?
Meike: Für mich steht immer eine ganz einfache Frage im Mittelpunkt: Was will ich wem sagen? Das ist eigentlich das kleine Einmaleins der Kommunikation. Ich überlege mir, welchen Nutzen meine Zielgruppe davon hat. Viele meiner Inhalte richten sich zum Beispiel an B2B-Unternehmen oder Entscheider. Dann frage ich mich: Wo liegen deren Herausforderungen und wie kann ich diese Themen aufgreifen? Dieser Perspektivwechsel ist wichtig.
eMBIS: Welche Rolle spielt dabei das eigene Profil?
Meike: Das Profil wird immer wichtiger. Viele sprechen auf LinkedIn noch zu sehr über sich selbst und zu wenig über die Zielgruppe. Eigentlich sollte ein Profil wie eine Landingpage funktionieren. Die entscheidende Frage ist: Welches Problem löse ich und warum ist das relevant? Wenn das im Slogan oder Info-Teil klar erkennbar ist, hilft das auch dem Algorithmus, Inhalte besser einzuordnen.
eMBIS: Gibt es auf LinkedIn einen Unterschied zwischen persönlichem Profil und Unternehmensprofil?
Meike: Ja. Unternehmensseiten werden auf LinkedIn grundsätzlich anders gerankt als persönliche Profile. Sie haben nicht dieselbe Relevanz und Sichtbarkeit und müssen sich diese stärker erarbeiten. Der Algorithmus fragt aber nicht zuerst, ob etwas von einer Person oder von einer Unternehmensseite kommt, sondern ob der Inhalt relevant ist. Entscheidend ist also auch hier, ob ein klarer roter Faden erkennbar ist und ob die Inhalte für die jeweilige Zielgruppe anschlussfähig sind. Unternehmensseiten sollten deshalb besonders darauf achten, dass ihre Inhalte Insights, Erfahrungen, Perspektiven oder konkreten Nutzwert bieten. Gerade für Unternehmensseiten ist eine klare Content-Strategie wichtig, damit die Inhalte nicht beliebig wirken, sondern echten Mehrwert für die Zielgruppe liefern.
eMBIS: Viele berichten aktuell von sinkenden Reichweiten. Hast Du das auch erlebt?
Meike: Ja, das haben eigentlich alle gespürt. Zum Jahreswechsel sind bei vielen Accounts Impressionen und Interaktionen deutlich zurückgegangen. Ich habe mir deshalb mein Profil noch einmal genau angeschaut und meine Positionierung geschärft. Nachdem ich Profil und Infotext überarbeitet hatte, sind die Zahlen wieder gestiegen.
eMBIS: Welche konkreten Empfehlungen gibst Du LinkedIn-Nutzenden im Umgang mit dem neuen Algorithmus?
Meike: Erstens: Ein klares Profil aufbauen, das die eigene Zielgruppe wirklich anspricht. Zweitens: Inhalte mit konkreten Erfahrungen und echten Insights teilen – nicht nur allgemeine Tipps. Und drittens: aktiv in den Dialog gehen. Auch eine gute Kommentarstrategie kann auf LinkedIn viel bewirken, wenn man nicht ständig eigene Beiträge veröffentlichen möchte.
Fakten zum eLinkedIn Algorithmus 2026
Der LinkedIn Algorithmus steuert, welche Inhalte Menschen sehen. Das ist sehr wichtig für das Onlinemarketing. Unternehmen wollen sichtbar sein. Sie möchten ihre Zielgruppe erreichen. Der Algorithmus entscheidet, ob ein Beitrag viele Menschen erreicht. Oder nur wenige. Wer den Algorithmus versteht, kann Inhalte besser planen. So steigen Reichweite und Wirkung. Deshalb ist das Thema für Marketing sehr wichtig.
Inhalte brauchen Interaktion
Der Algorithmus zeigt Beiträge öfter, wenn viele Menschen reagieren. Zum Beispiel mit Likes oder Kommentaren. So erkennt LinkedIn: Der Inhalt ist interessant.
Relevanz ist entscheidend
LinkedIn prüft, ob Inhalte zur Zielgruppe passen. Inhalte müssen einen klaren Nutzen haben. Nur dann werden sie häufiger angezeigt.
Erste Reaktionen sind sehr wichtig
Die ersten Minuten nach dem Post sind entscheidend. Wenn schnell Reaktionen kommen, steigt die Sichtbarkeit deutlich.
Regelmäßigkeit stärkt die Sichtbarkeit
Wer oft postet, bleibt sichtbar. Der Algorithmus bevorzugt aktive Profile. So steigt die Chance auf mehr Reichweite.
Verweildauer wird bewertet
LinkedIn misst, wie lange Menschen einen Beitrag ansehen. Längere Aufmerksamkeit zeigt: Der Inhalt ist relevant und wertvoll.
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