Podcast und Interview mit Dr. Irène Kilubi

WaWie verändert Künstliche Intelligenz das Corporate Influencing und was bedeutet das für Unternehmen, die auf Mitarbeitende als glaubwürdige Markenstimme setzen? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Irène Kilubi, Expertin für Corporate-Influencer-Strategien und Community Building, über die Rolle von KI im Corporate Influencing.
Gemeinsam wird beleuchtet, wo KI wirklich unterstützen kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Klar wird: Persönliche Erfahrungen und eigene Perspektiven bleiben Trumpf!
Wie unterscheidet Irène einen echten Beitrag von einem KI-generierten Beitrag? Bei welchen Skills ist KI unschlagbar? Warum ist Corporate Influencing kein reines Kommunikationsprojekt mehr? Und wie viel Kontrolle und Vertrauen braucht es dabei wirklich?
Zwei Gedanken schon jetzt: Gute Corporate Influencer entstehen durch Qualifizierung und kontinuierliche Begleitung.
Und: Corporate Influencing ist Kompetenzaufbau. Reinhören lohnt sich!
Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen
- Was hat sich beim Corporate Influencing in den letzten zwei Jahren verändert?
- Was erwarten Unternehmen heute von Corporate Influencern?
- Wie hat sich die Haltung der Mitarbeitenden zum Corporate Influencing verändert?
- Ist Corporate Influencing professioneller geworden?
- Wo verändert KI das Corporate Influencing besonders stark?
- Wie beeinflusst KI Persönlichkeit, Vertrauen und Haltung?
- Wie kann KI Corporate Influencing sinnvoll unterstützen?
- Wo liegen die Grenzen von KI im Corporate Influencing?
- Was sollten Unternehmen vor dem Einsatz von KI klären?
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Künstliche Intelligenz verändert Corporate Influencing und die tägliche Arbeit im Marketing. Neue Werkzeuge helfen bei Ideen, Texten und Inhalten. Gleichzeitig bleiben Glaubwürdigkeit und eine persönliche Stimme besonders wichtig. Weiterbildung hilft Ihnen, beides sinnvoll zu verbinden. Passendes Wissen bieten das Corporate Influencing Seminar, der Influencer Marketing Workshop, das Texten für Social Media Seminar, die Videos mit dem Smartphone Schulung und das Social Media mit KI Seminar. So bauen Sie aktuelles Wissen auf und können neue Möglichkeiten sicherer für Ihre Marketing-Arbeit nutzen.
Experteninterview mit Dr. Irène Kilubi zum Thema: KI im Corporate Influencing
Dr. Irène Kilubi ist Expertin für Corporate Influencer Strategien, Community Building und generationsübergreifende Zusammenarbeit. Im Gespräch erklärt sie, wie sich Corporate Influencing in den vergangenen Jahren professionalisiert hat, an welchen Stellen Künstliche Intelligenz Corporate Influencer unterstützen kann und warum die persönliche Erfahrung und Haltung eines Menschen trotz KI unverzichtbar bleiben.
eMBIS: Vor zwei Jahren haben wir schon einmal über Corporate Influencing gesprochen. Was hat sich seitdem verändert?
Irène: Corporate Influencing ist deutlich professioneller und, wie ich gerne sage, erwachsener geworden. Früher haben sich viele Unternehmen noch gefragt, ob Corporate Influencing überhaupt zu ihnen passt. Heute geht es vielmehr darum, wie Programme professionell aufgebaut und später skaliert werden können. Unternehmen stellen dafür Budgets bereit, schaffen klare Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen und bauen teilweise ein eigenes Community Management auf. Außerdem ist Corporate Influencing längst nicht mehr ausschließlich ein Thema für Kommunikation und Marketing. Auch HR, Vertrieb und teilweise sogar die Geschäftsführung beschäftigen sich intensiv damit.
Gleichzeitig sehen wir, dass die organische Reichweite von Unternehmensprofilen schwieriger wird, während persönliche Profile nach wie vor eine hohe Wirkung erzielen können. Corporate Influencing ist deshalb für viele Unternehmen kein Nice-to-have mehr, sondern ein strategisch relevantes Instrument.
eMBIS: Welche Rolle spielt KI bei dieser Entwicklung?
Irène: Vor zwei Jahren haben wir noch viel darüber gesprochen, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden überhaupt dazu motivieren können, sichtbar zu werden und eigene Beiträge zu schreiben. Heute lautet die Frage eher: Wie können wir KI sinnvoll einsetzen, ohne dabei Persönlichkeit, Vertrauen und Authentizität zu verlieren?
KI senkt für viele Mitarbeitende die Einstiegshürde, weil sie eine zusätzliche Unterstützung bietet. Trotzdem sollte jedes Corporate Influencer Programm mit einer ganz anderen Frage beginnen: Welchen Beitrag soll es zum Unternehmenserfolg leisten? Geht es um Employer Branding, Recruiting, Kundengewinnung, Lead-Generierung, Brand Awareness oder den Aufbau von Reputation und Vertrauen? Mitarbeitende müssen verstehen, warum es dieses Programm gibt und auf welche strategischen Unternehmensziele ihre Aktivitäten einzahlen. Corporate Influencing wird deshalb zunehmend auch als Kultur- und Transformationsprojekt verstanden und nicht nur als Kommunikationsmaßnahme.
eMBIS: Sind Mitarbeitende heute offener dafür, selbst als Corporate Influencer sichtbar zu werden?
Irène: Ja, definitiv. Gleichzeitig sind sie aber auch reflektierter geworden. Vor einigen Jahren war öffentliche Sichtbarkeit häufig noch mit dem Vorurteil verbunden, man wolle sich selbst darstellen. Heute verstehen viel mehr Mitarbeitende, dass es darum geht, fachliche Expertise zu zeigen, Wissen zu teilen, ein Netzwerk aufzubauen und damit sowohl die eigene Expertenmarke als auch das Unternehmen zu stärken.
Auf der anderen Seite entstehen neue Fragen: Was darf ich überhaupt posten? Wie persönlich sollte ich werden? Wie gehe ich mit kritischen Kommentaren um? Und natürlich: Wie viel KI darf in einem Beitrag stecken, damit er trotzdem noch glaubwürdig bleibt?
Deshalb erwarten Corporate Influencer heute auch mehr Unterstützung von ihren Unternehmen. Sie wünschen sich klare Leitlinien, Qualifizierung, Sparringspartner und kontinuierliche Weiterbildung. Ein professionelles Programm muss diese Begleitung bieten.
eMBIS: An welchen Stellen kann KI Corporate Influencer konkret unterstützen?
Irène: Viele denken bei KI zuerst an Content Production. Aber ihr Potenzial beginnt viel früher. Bereits bei der Strategie kann KI dabei helfen, Zielgruppen besser zu verstehen, relevante Themen zu identifizieren oder Content-Lücken aufzudecken. Gerade Letzteres finde ich sehr spannend: Statt nur zu schauen, worüber bereits viel gesprochen wird, kann ich analysieren, welche relevanten Themen bisher kaum besetzt sind.
KI kann außerdem bei Redaktionsplänen unterstützen und dabei helfen, datengetriebener zu arbeiten. In der Content-Produktion eignet sie sich hervorragend fürs Brainstorming, für Hooks, Call-to-Actions, Storylines, erste Textentwürfe, Bildideen oder die Struktur eines Beitrags.
Und auch nach der Veröffentlichung kann KI unterstützen: Sie kann Muster erkennen, Reichweiten analysieren, Kommentare auswerten und Hinweise darauf geben, welche Inhalte besonders gut funktionieren – und vor allem, warum sie funktionieren.
Für mich ist KI deshalb vor allem ein Sparringspartner oder Co-Pilot. Sie hilft, Gedanken zu strukturieren, Schreibroutinen zu entwickeln und enorm viel Zeit zu sparen.
eMBIS: Wo sollte KI aufhören und der Mensch übernehmen?
Irène: Die Geschichte, Meinung und Perspektive müssen vom Menschen kommen. Ich vergleiche KI gerne mit dem Lektorat eines Buches: Ein Lektorat kann bei Struktur und Gliederung helfen und Hinweise geben. Aber die eigentliche Geschichte kommt vom Autor.
Genauso ist es beim Corporate Influencing. Fachwissen, eigene Erfahrungen, Haltung, Mindset, Gefühle und persönliche Perspektiven kann eine KI nicht ersetzen. Genau darin liegt die Stärke eines Corporate Influencers. Niemand hat exakt dieselben Erfahrungen oder dieselbe Perspektive wie diese eine Person.
Wenn beispielsweise jemand seit 20 Jahren in einem bestimmten Fachgebiet arbeitet, steckt darin ein Erfahrungsschatz, den KI zwar strukturieren, aber nicht selbst erlebt haben kann.
eMBIS: Was sollten Unternehmen klären, bevor sie KI in ein Corporate Influencer Programm integrieren?
Irène: Der erste Schritt ist immer die Zielsetzung. Unternehmen sollten nicht mit der Frage beginnen, welches KI-Tool sie einsetzen wollen, sondern überlegen: Was möchten wir mit unserem Corporate Influencer Programm erreichen? Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen? Welche Themen möchten wir besetzen und wie möchten wir uns nach außen positionieren?
Erst danach sollte die Frage kommen, wofür KI eingesetzt werden soll. Unternehmen müssen definieren, an welchen Stellen der Mensch unverzichtbar bleibt, welche Aufgaben KI übernehmen darf und welche Qualitätsstandards gelten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Transparenz. Unternehmen müssen für sich entscheiden, wie offen sie den Einsatz von KI kommunizieren möchten. Das betrifft Texte genauso wie KI-generierte oder bearbeitete Bilder.
eMBIS: Brauchen Unternehmen durch KI mehr Kontrolle über ihre Corporate Influencer?
Irène: Es kommt darauf an, was wir unter Kontrolle verstehen. Wenn jeder einzelne Beitrag vor der Veröffentlichung kontrolliert und freigegeben werden muss, entstehen hohe Aufwände und lange Freigabeprozesse. Gleichzeitig verlieren Mitarbeitende die Freiheit, ihre eigene Meinung und Perspektive einzubringen.
Anders sieht es bei klaren Rahmenbedingungen aus. Social-Media- und KI-Guidelines können Mitarbeitenden sehr viel Sicherheit geben. Sie beantworten beispielsweise Fragen dazu, wie mit sensiblen Unternehmensdaten umgegangen werden soll oder welche Regeln beim Einsatz von KI gelten.
Bei den Rahmenbedingungen brauchen wir also Orientierung. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Beiträge brauchen wir Vertrauen.
eMBIS: Welche drei Dinge sollten Unternehmen beachten, wenn sie Corporate Influencing mit KI-Unterstützung starten wollen?
Irène: Erstens müssen Unternehmen Corporate Influencing als Teil ihrer Unternehmensstrategie verstehen und klar definieren, welche Ziele das Programm erreichen soll.
Zweitens sollten sie festlegen, wie KI verantwortungsvoll eingesetzt wird. KI kann Programme skalierbarer und die Arbeit für Corporate Influencer effizienter machen. Trotzdem muss klar sein, wo ihre Grenzen liegen und wie die persönliche Stimme erhalten bleibt.
Und drittens müssen Unternehmen nicht nur in Tools, sondern vor allem in Menschen investieren. Der Erfolg eines Corporate Influencer Programms steht und fällt mit der Auswahl der richtigen Mitarbeitenden und ihrer langfristigen Befähigung. Gute Corporate Influencer entstehen durch Qualifizierung, Vertrauen und kontinuierliche Begleitung.
Corporate Influencing ist heute eine verantwortungsvolle und strategisch relevante Aufgabe. Mitarbeitende repräsentieren das Unternehmen nicht nur nach außen – ihre Sichtbarkeit wirkt auch nach innen und prägt damit letztlich die Unternehmenskultur.
Fakten zu KI im Corporate Influencing
Corporate Influencing macht Mitarbeitende zu sichtbaren Stimmen eines Unternehmens. Künstliche Intelligenz kann dabei Ideen liefern, Texte ordnen und Abläufe beschleunigen. Doch Corporate Influencing lebt von echten Erfahrungen, einer eigenen Haltung und persönlicher Sprache. Für Marketing-Teams wird deshalb wichtig, KI sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig Vertrauen und Authentizität zu schützen.
Menschliche Inhalte schaffen Vertrauen
Für Ihr Marketing heißt das: Persönliche Erfahrungen und echte Stimmen von Mitarbeitenden gewinnen in einer Welt mit immer mehr KI-Inhalten deutlich an Wert.
KI kann die tägliche Arbeit beschleunigen
Künstliche Intelligenz kann Ideen liefern, Inhalte vorbereiten und Daten auswerten und dabei bleiben persönliche Meinung, konkrete Erfahrung und Verantwortung bei den Mitarbeitenden.
Transparenz bei KI-Inhalten wird wichtiger
Seit 2. August 2026 gelten in der Europäischen Union neue Transparenz-Regeln für bestimmte KI-erzeugte oder veränderte Inhalte und deshalb braucht Ihr Team klare Regeln für Prüfung und Kennzeichnung.
KI-Kompetenz gehört zur Unternehmens-Praxis
Unternehmen mit KI-Systemen müssen Maßnahmen zur KI-Kompetenz unterstützen und deshalb braucht Ihr Team Wissen über Chancen, Risiken und den sicheren Einsatz der verwendeten Werkzeuge.
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Corporate Influencer sind eng mit Themen wie Markenstimme, Sichtbarkeit und beruflicher Entwicklung verbunden. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, finden Sie hier weitere passende Episoden aus dem Podcast TREFF-PUNKT.Marketing der eMBIS-Akademie für Onlinemarketing. Diese Folgen geben Ihnen wertvolle Impulse rund um Positionierung, persönliche Weiterentwicklung und Zukunftskompetenzen im Onlinemarketing.
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