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Was wollen Sie lernen?

TREFF.PUNKT. Marketing · 12.10.2026 · mit Markus Bockhorni, Sabine Saldaña Bravo

Warum wollen plötzlich alle GEO?

Jetzt abspielen (39 Min.)
Podcast-Cover: TREFF.PUNKT Marketing Folge 55 - Bild mit den Moderatoren Sabine und Markus

Erscheinungsdatum: 

Folge: 55

Thema: Warum wollen plötzlich alle GEO?

Hosts: Markus Bockhorni, Sabine Saldana Bravo

Im Gespräch mit: Sabine Saldaña Bravo und Markus Bockhorni bringen journalistisches Know-how und langjährige Onlinemarketing-Erfahrung zusammen.. Klar, praxisnah und ohne Fachchinesisch sprechen sie über Themen, die wirklich zählen.

Podcast mit Markus Bockhorni und Sabine Saldaña Bravo

Profilbilder von Markus Bockhorni und Sabine Saldaña Bravo
In dieser Folge Diskutieren: Markus Bockhorni und Sabine Saldaña Bravo

Suchen sich Nutzer heute noch durch blaue Links? Oder reichen ihnen die fertigen Antworten von KI-Suchsystemen? In dieser Folge sprechen die Moderatoren des Podcasts TREFF.PUNKT. Marketing Markus Bockhorni und Sabine Saldaña Bravo über Generative Engine Optimization, kurz GEO. Und darüber, warum dieses Thema für viele Marketingverantwortliche gerade besonders wichtig ist.

Sabine bringt aktuelle Eindrücke aus ihrem Seminar Texten für GEO mit. Dabei geht es um sinkenden Website-Traffic, die Messbarkeit von GEO und um die Frage, ob SEO jetzt überflüssig wird. Schnell wird klar: GEO ersetzt SEO nicht. GEO erweitert die bisherige Suchmaschinen-Optimierung.

Doch was bedeutet GEO konkret für die eigene Website? Müssen bestehende Texte überarbeitet werden? Reicht eine einmalige Optimierung? Oder entwickelt sich GEO zu einer dauerhaften Aufgabe? Ein Praxis-Beispiel aus Sabines Arbeit als Texterin zeigt außerdem, was gezielte GEO-Optimierung bewirken kann. Ein Kunde konnte damit innerhalb weniger Wochen an einem Wettbewerber vorbeiziehen.

Worüber wir in dieser Podcast-Episode sprechen

  • Warum ist GEO plötzlich so wichtig?
  • Was beschäftigt die Branche beim Thema GEO?
  • Gelten bisherige Regeln im Onlinemarketing weiterhin?
  • Funktioniert GEO ähnlich wie SEO?
  • Was fällt beim Einstieg in GEO besonders schwer?
  • Geht es bei GEO nur um gute Texte?
  • Ist SEO durch GEO überholt?
  • Wie neu sind die Regeln für guten GEO-Content wirklich?
  • Sorgt GEO vor allem für bessere Inhalte?

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GEO Seminare für Sichtbarkeit 2.0

SEO Intensiv

Alles, was Sie 2026 und in Zukunft über klassische Suchmaschinenoptimierung, Search Experience Optimierung und SEO für KI-Assistenten (GEO) wissen müssen

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GEO / LLMO

SEO für KI-Assistenten – Generative Engine Optimization (kurz: GEO) oder Large Language Model Optimization (kurz: LLMO)

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Texten für KI-Suchsysteme (GEO)

GEO-Texte mit Struktur und Präzision schreiben oder optimieren – mit Inhalten 2026 in KI-Suchsystemen sichtbar bleiben

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Storytelling für GEO & PR

Expertise sichtbar machen – mit einzigartigen Geschichten KI-Suchsysteme und Medien 2026 überzeugen

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Experteninterview: Generated Engine Optimization – mit Sabine Saldaña Bravo

Fertige Antworten statt blauer Links, Traffic-Einbrüche trotz technisch einwandfreier Website und warum klassisches journalistisches Handwerk für KI-Sichtbarkeit zur Pflicht wird: Sabine Saldaña Bravo, eMBIS-Trainerin für Corporate Blogs, Storytelling und Texten für KI-Systeme, erklärt im Interview, warum GEO gerade jedes Marketing-Team beschäftigt – und was sich hinter dem Hype wirklich verbirgt.

Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach einzelnen Tools, sondern vielmehr nach den Fähigkeiten, die Mitarbeitende und Unternehmen benötigen, um auch 2026 wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schon in den letzten Jahren haben wir als Nutzer immer häufiger nicht nur einzelne Suchbegriffe, sondern vollständige Fragen in die Suchmaske eingegeben. Diese Entwicklung ist nun noch weiter vorangeschritten. Dadurch hat sich auch das Informationsverhalten der Unternehmen verändert: Je detaillierter die Suche wird, desto detaillierte Inhalte müssen wir schaffen. Was in der SEO Long-Tail-Keyword waren sind in der GEO Prompts. Im Ergebnis merkt das der Nutzer daran, dass er auf die detailverliebteste Frage noch eine halbwegs sinnvolle Antwort bekommt.

Was erlebst du aktuell in deinen GEO-Seminaren – was treibt die Teilnehmenden wirklich um?

Das Erste, was ich schon seit einer ganzen Weile erlebe, nicht nur im Seminar, sondern auch von Kunden, ist die Erkenntnis: Der Traffic ist eingebrochen. Wenn KI-Suchsysteme schon fertige Antworten geben, ist die Klickfreudigkeit natürlich nicht mehr so hoch, oft wird ja gar kein Link mehr angezeigt, sondern im besten Fall nur eine Markenerwähnung. Dann wollen die Teilnehmenden wissen: Muss ich SEO parallel weitermachen oder zusätzlich etwas tun? Wie funktioniert die Suche, kann man GEO überhaupt messen? Zwar gibt es immer mehr GEO-Tools heraus, aber richtig greifbar ist das Thema für viele immer noch nicht.

Wie bringst du Struktur in diese Unsicherheit?

Indem ich ganz am Anfang anfange. Die Parameter sind ja nicht neu – Google hat schon 2022 sein E-A-T-Qualitätsprinzip um ein weiteres E ergänzt. Nur jetzt müssen wir Erfahrung, Experience und Vertrauen wirklich beweisen und uns Autorität im Internet verschaffen. Dafür müssen wir uns breiter aufstellen, auch weg von der eigenen Website. Und das fängt schon bei Kleinigkeiten an: die sogenannten Entitäten sollten einheitlich sein. Wenn ein Name auf verschiedenen Plattformen unterschiedlich geschrieben wird, verursacht das schon Unsicherheiten bei einem KI-Suchsystem – und wenn das System uns nicht eindeutig als relevante Quelle erkennt, ist die Chance kleiner, dass wir erwähnt werden.

Was hat es mit dem Prinzip der Grounding Pages auf sich?

Auf einer Grounding Page versucht man, dem KI-Suchsystem eine gute Orientierung zu geben: Wer bin ich, wie heiße ich vielleicht in verschiedenen Märkten – und wer bin ich nicht. Es gibt ja auch Unternehmen, die sehr ähnlich klingen, aber in völlig anderen Branchen unterwegs sind. Da kann man sagen: bitte nicht verwechseln mit dieser Marke. Eine Grounding Page beschreibt rein sachlich und faktenbasiert wer das Unternehmen ist und wie es sich abgrenzt.

Um in KI-Suchsystemen gefunden zu werden, muss man dafür alle Texte auf der Website komplett neu schreiben?

Nein. Grundsätzlich lohnt es sich, einmal im Jahr zu prüfen: Sind die Inhalte auf meiner Website überhaupt noch aktuell? Ein Content Audit sollte eigentlich sowieso jeder regelmäßig machen. KI-Suchsysteme berücksichtigen sowohl Aktualität wie auch fachliche Korrektheit der Inhalte. Im Zuge dieser Audits lohnt es sich auch, die eigene Unternehmensbeschreibung und Positionierung zu überdenken. Auf dieser Basis sollte man die strategisch wichtigen Content-Pieces heraussuchen und so überarbeiten, dass KI-Systeme die Expertise, die man behauptet, auch erkennen und auslesen können – belegt mit vertrauenswürdigen Quellen, klassisches E-E-A-T.

Kannst du aus deinem Texteralltag ein konkretes Beispiel geben, ob sich GEO-Optimierung wirklich lohnt?

Gemeinsam mit einem Kunden haben wir vor rund 3 Monaten ein GEO-Projekt gestartet. Hier arbeiten wir mit einem GEO-Tool. Mit diesem haben wir uns auf Basis von Keywords Prompts generieren lassen, zu denen wir gefunden werden wollen. Zu fünf dieser Prompts gab es noch gar keine Inhalte – dazu konnten wir also auch nicht gefunden werden. Wir haben dann Inhalte von Fachexperten erstellen lassen, sie GEO-optimiert und online gestellt. Innerhalb von nur acht Wochen sind wir zu unserem stärksten Mitbewerber bei diesem Prompt aufgestiegen – messbar. Am Anfang, ohne GEO-Optimierung, war das noch schleppend. Nach der Optimierung mit Struktur, gezielten Verlinkungen und FAQ ging der Pfeil nach oben. Zu einem der Prompts haben wir bis heute nichts erstellt – und da tut sich auch nichts.

Apropos FAQ: Brauchen wir wegen GEO jetzt noch mehr FAQ?

Im Grunde ergibt sich das oft einfach oft der Sache, dass man sinnvolle weiterführende Fragen zu einem Thema ergänzt. Wichtig ist: Es nützt nichts, 5000 Klicks zu einem Keyword zu haben, wenn der Inhalt für die Leserin nicht befriedigend ist und ihre Fragen nicht beantwortet werden. Wenn ein Text schon in sich eine Frage-Antwort-Struktur hat, brauche ich nicht zwingend noch separate FAQs. Gibt es aber Kleinigkeiten, die zusätzlich einzahlen und im großen Text keinen Platz hatten, lohnen sich ergänzende FAQs – dann aber wirklich kompakt als direkte Antwort auf die Frage und mit maximal 60 Wörter pro Antwort.

Kannst du mit einem konkreten Praxisfall veranschaulichen, wie detailliert KI-Systeme suchen oder besser gesagt „grounden“?

Grounding ist hierfür der richtige Begriff. Er sagt auch, dass KI-Suchsysteme nicht nur oberflächlich suchen, sondern sich durch tiefe Suche absichern, dass sie nichts erfinden oder falsch sagen. Ich hatte den Fall, dass ein Kunde für ein Keyword an einem bestimmten Ort ranken wollte, der nicht sein Standort ist, an dem er aber seine Leistung anbietet. Problem war, dass er von KI-Systemen einfach nicht gefunden wurde – obwohl die Seite technisch tipptopp war. Wir haben das an verschiedenen KI-Suchsystemen gegengeprüft. Das Ergebnis: Die KI-Suchsysteme haben erkannt, dass sein Sitz nicht in dieser Stadt hat. Aber behauptet er wäre in dieser Stadt Dienstleister. Für die KI eine Unsicherheit, die dazu führen kann, dass sie diesen Dienstleister lieber gar nicht erwähnt. Tools wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity suchen das komplette Internet ab und prüfen, ob stimmt, was behauptet wird. Hätte der Kunde geschrieben „ich bin ein erfahrener Dienstleister FÜR diese Stadt“ statt „der beste Dienstleister IN dieser Stadt“, wäre alles gut gewesen. Derartige Kleinigkeiten können dazu führen, dass man nicht als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen wird.

Kann man GEO einfach so betreiben wie SEO – nur eben für KI-Systeme?

Nein, weil GEO eine Ergänzung ist. Es ist etwas obendrauf. Das heißt: Inhalte noch detaillierter und breiter aufstellen und vor allem das, was ich behaupte, viel besser belegen – nicht nur durch interne Verlinkungen, sondern durch echte Quellenbelege von autoritären Stellen. Und ich sollte mich nicht nur auf meine eigenen Kanäle konzentrieren, sondern dafür sorgen, dass das, was ich behaupte, auch von anderen verifiziert wird – zum Beispiel, indem die Presse über mich schreibt oder ich Fachartikel in relevanten Fachmedien veröffentliche.

Bedeutet das am Ende wieder klassisches Linkbuilding?

Ich komme aus dem Journalismus, und da war es schon immer so: Alles, was du sagst, musst du mit Quellen prüfen und belegen können, am besten mit zwei. Das gilt jetzt genauso für Unternehmen, die Content veröffentlichen. Dabei geht es nicht um Linkbuilding, sondern darum, bestimmte Aussagen mit Auswirkung auf Nutzerentscheidungen abzusichern und zu einer neutralen, anerkannten Autorität zu verlinken. Es geht darum zu beweisen: Das, was ich behauptet habe, hat wirklich Hand und Fuß.

Was ist deiner Erfahrung nach für deine Seminarteilnehmenden am schwierigsten an diesem neuen GEO-Umfeld?

Am schwierigsten würde ich es nicht nennen, aber alle erkennen: Es ist sehr zeitaufwendig, weil wir qualitativ besser werden müssen. Für mich persönlich ist das nicht so schwer, weil ich aus dem Journalismus komme – die typischen W-Fragen (Was ist neu? Was ist relevant? Woher kommt das? Wie kann ich das belegen? Welche Auswirkungen hat das?) muss ich mir als Journalist sowieso stellen. Die Qualitätsanforderung an den Content ist durch KI einfach viel höher geworden – im Grunde eine logische Konsequenz daraus, dass Unternehmen heute direkt und nicht mehr nur über Journalisten mit ihren Zielgruppen kommunizieren.

GEO-Kompetenzen: Was Teams künftig beherrschen müssen

Generative Engine Optimization, kurz GEO, beschreibt die Optimierung von Inhalten für Suchsysteme mit generativer KI. Ziel ist, dass diese Systeme eine Website als hilfreiche Quelle erkennen, nutzen und nennen. Für das Marketing verändert das den Blick auf Sichtbarkeit: Nicht nur Rankings und Klicks zählen. Auch Erwähnungen in KI-Antworten, klare Quellen und verlässliche Inhalte werden wichtig. SEO bleibt dabei die Grundlage.

  • SEO bleibt die Basis

    Google erklärt ausdrücklich, dass klassische SEO-Grundlagen auch für KI-Antworten gelten und keine zusätzlichen technischen Sonderregeln für GEO nötig sind.

  • KI-Suchsysteme brauchen gute Quellen

    Google kann komplexe Fragen in mehrere Teil-Suchen zerlegen und passende Webseiten als Quellen abrufen, damit KI-Antworten auf aktuelle und relevante Inhalte gestützt werden.

  • Eigene und hilfreiche Inhalte werden wichtiger

    Einzigartige, hilfreiche und verlässliche Inhalte bleiben zentral, denn Google empfiehlt echten Mehrwert statt austauschbarer Texte oder kurzfristiger GEO-Tricks.

Weiterführende Informationen

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